#17 Sprache – inklusiv, genderneutral

Liebesdienst-Podcast feiert einjähriges Jubliäum! Zur Feier des Tages spreche ich nochmals – ein Jahr später – über Sprache und wie ich versuche, sie achtsamer und inklusiver zu verwenden.

Zunächst meine Rubriken. „Ich gspürmi, ich fühlmi“; Kurzform: Ich habe viel Energie für meine Projekte, bin aber mittlerweile auch ewas müde, das Herbstwetter hilft nicht gerade. Schau vorbei auf queer.growing.support, meiner gerade frisch gelaunchten Webseite für psychologische Beratung.

Dann das „WTF“ an die Bildheit für Formen von systemischer Diskriminierung in meiner Ausbildung im Speziellen und in der Psychologie im Allgemeinen.

Das „OMG“ geht an das starkparfümierte Desinfektionsmittel vom Body Shop, das mir Teenie-Erinnerungen weckt und meine Hände so duftend und keimfrei wie noch nie hält. Hier noch der Link auf die Podcastfolge von Hengameh Yaghoobifarahs Podcast „Auf eine Tüte“ mit Nadia Shehadeh, in der sie Drogeriekosmetika abfeiern.

Nun zur Sache; ich spreche über Themen, die in diesem Jahr rund um genderneutrale und inklusive Sprache aufgekommen sind. Ich spreche gerne von inklusiver Sprache, um auszudrücken, dass ich versuche, meine Sprache zugänglich für möglichst viele Menschen zu machen. Das betrifft das Thema Gender, aber auch andere wie Ableismus oder Rassismus.

Ich erwähne einige Strategien, die ich entwickelt habe, da ich öfters in meiner Arbeit Texte korrigiere. So benutze ich z.B. manchmal Institutionen statt Menschen (z.B. „dafür ist die Schule zuständig“ statt „dafür ist die Lehrerin / Lehrer / Lehrperson zuständig“ oder „in der Psychologie“ statt „Psycholog_innen“). Wenn ich wirklich Menschen bezeichnen möchte, dann suche ich möglichst nach einer ungegenderten Form, also z.B. „medizinische Fachperson“ statt „Ärzt_innen“ etc. Das Einüben von genderneutralen Ausdrücken braucht etwas Zeit, wenn man sich aber einmal daran gewöhnt hat und typische Ersatzwörter kennt, geht es recht schnell. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ich spreche auch darüber, dass Gendersternchen / Unterstriche etc. unter Umständen für behinderte oder andersbegabte Menschen das Leseverständnis massiv stören kann. Hier z.B. ein Artikel dazu von Birgit Rydlewski. Deshalb setzte ich sie in Texten, die für die Veröffentlichung bestimmt sind, nicht mehr ein.

Dann komme ich noch auf die Verwendung von Pronomen und genderneutraler Anrede zu sprechen. In letzter Zeit habe ich mich mit dem Konzept angefreundet, in professionellen und offiziellen Kontexten eine genderneutrale Anrede einzufordern. Im privaten Kontext mit mir sehr nahestehenden Personen ist es mir weniger wichtig, da mir nahe Personen einen achtsamen Umgang mit Gendern haben und mich deshalb unabhängig von der Anrede nicht in eine bestimmte Gender-Box schieben würden. Auf das Konzept bin ich per Instagram von Anna Joy (Instagram: @queerwitch) gekommen; leider habe ich den ursprünglichen Post nicht mehr gefunden, dort wurde auf die Quelle dieses Konzepts verwiesen.

Zum Schluss noch ein Buchtipp: Exit Gender von Lann Hornscheidt & Lio Oppenländer – z.B. hier bestellen.

Das war’s, auf ein weiteres Jahr mit Liebesdienst-Podcast!

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